Mittwoch, 21. Mai 2008

EM Trainingslager und Trainingslager Hebalm

Ein paar Tage nach unseren letzten Qualiläufen ging es wieder auf ein OL-Wochenende - diesmal das EM Trainingslager in das Gebiet rund um Kiskunhalas in Ungarn. Dieses Gebiet wurde deshalb ausgewählt, weil es mir seinen Sanddünen, dem Em-Gebiet ähnlich ist und technisch als sehr anspruchsvoll gilt.
Ich freute mich auf diese Tage und vor allem auf mein Vorhaben, bis zur EM und danach im Juni endlich wieder einen ordentlichen Trainingsblock zu machen. Der Beginn war jedoch etwas verpatzt- schon bei der Fahrt nach Ungarn verspürte ich starke Halsschmerzen, diese verschlimmerten sich zu Kopfweh und verschleimten Atemwegen und in der Nacht auf Sonntag hatte ich vermutlich auch etwas Fieber: somit konnte ich überhaupt nur bei 2 Trainings etwas joggen und konnte bei den anderen nur etwas spazieren oder musste ganz im Bett bleiben - sehr schade.


Karten



Hier findet ihr die Traininskarten (very tricky) im Album ist auch zoomen möglich.


Im Nachhinein jedoch vernünftig denn nach einigen Tagen Ruhe ging es mir schließlich am Mittwoch wieder viel besser und das Training konnte wieder beginnen. Am Wochenende schoben Matthu und ich dann noch ein Trainingslager auf der Hebalm ein und somit stand guten Trainingsmöglichkeiten nichts mehr im Weg. Am Samstag nahm ich als Training auch noch bei den steir. Sprintmeisterschaften in Graz teil. Die jungen Grazer Mädls liefen in dem mir unbekannten Gelände gute Zeiten aber für die vorhergegangenen trainingsreichen Tage und einer Mountainbiketour am Vormittag war ich läuferisch ganz zufrieden. Technisch machte ich leider 2 Fehler - einen aufgrund eines übersehenen Zaunes und einen Paralellfehler am Schluss - alles in allem aber ein gutes Sprinttraining.

Seither ist knapp eine Woche vergangen und ich nutze diese noch für ausgiebigeres Training (meine Muskeln lassen es mich inzwischen spüren), da die Hauptziele bei der EM nächste Woche ja im technischen und in der Wettkampferfahrung liegen. Morgen folgt ein weiterer Sprint im Wiener Prater - ich freu mich schon darauf.

Montag, 19. Mai 2008

Umfrage fürs Studium - bitte um Mithilfe

Diesmal eine kleine Bitte an alle Leser:
Ich muss für mein Psychologiestudium eine Umfrage zum Thema Populationsstereotypen durchführen und brauche hierfür mehr als 1000 Versuchspersonen. Das ganze lässt sich online in (ehrlichen) 5 Minuten ausfüllen.

der link ist:

www.migrilli.ch/umfrage

Es wäre mir wirklich eine große Hilfe wenn möglichst viele antworten und am besten den link auch an Freunde und Bekannte weitersenden!

Dienstag, 13. Mai 2008

Wenns net geht dann gehts net - Nachtrag Schöckllandopen/ Qualiläufe

Was ist, wenn man etwas unbedingt will - und am besten sofort
und wenn man mehr ans Ziel denkt
als daran am Weg zu bleiben
- es kann passieren dass man genau in die andere Richtung geht (rennt) -
den Weg verliert und statt zum Ziel hin weg davon geht (rennt)




Ziemlich weit weg davon rannte ich letztes Wochenende beim "Schöcklandopen" in der Nähe von Graz. Eine Kurzdistanz, die Middle-Staatsmeisterschaft un eine Langdistanz standen am Programm- gleichzeitig die letzen 3 Qualiläufe für die Wm im Juli in Tschechien.

Bereits beim ersten Posten am ersten Tag bei der alpinen Kurzdistanz wich ich von meinem Weg ab und bis zu den letzten Posten am Sonntag bei der Langdistanz konnte ich in nicht wieder finden, genauso wie meinen Mut, Zuversicht und den Spass am OL-machen.
Schusselige Fehler, müde Beine, Gedanken dort wo sie nicht hingehören...diese mentalen Dinge in den Griff zu bekommen war mir bisher heuer ganz gut gelungen aber bei allen 4 Qualiläufen, inklusive dem schon vergangenen in Tschechien zeigte sich, dass das bei Läufen die "mir wichtiger sind" noch nicht möglich ist. Alle eingeübten Routinen waren verschwunden und es war vorallem Krampf und Kampf und Hektik - welche man vor allem bei Downhill-OLs (zu denen die Kurz- und die Middledistanz zählten) schon gar nicht brauchen kann.


Karte Middle

Mit etwas Abstand muss ich jedoch, auch wenn es nicht leicht ist, sagen, dass wie immer alles negative auch positive Dinge mit sich bringt. Da ich dieses Mal noch Glück hatte und es knapp für eine Wm-Nominierung des Trainerteams reichte, bleibt mir nun noch einige Zeit mich in Ruhe auf meine erste Wm vorzubereiten und es war ein guter Warnschuss, dass es eben nicht reicht sich mit gewissen mentalen und technischen Problemen kurz zu beschäftigen und ein paar mal im Training zu üben sondern wie auch das physische brauchen auch diese Dinge Zeit und Übung, damit sie auch in (für einen persönlich) wichtigen Wettkämpfen klappen. Zusätzlich heißt es nach all den Wettkämpfen nun wieder einmal ordentlich zu trainieren. Auch die bevorstehende EM in 2 Wochen möchte ich dazu nutzen bei einem internationalen Event Wettkampfabläufe zu trainieren und sie als Chance nutzen mich für meine Hauptziele im Sommer - Wm und Studentenwm - weiterzuentwickeln.

Freitag, 2. Mai 2008

Sporternährung: natürlicher Fruchtsaft als Ergänzung zu isotonischen Sportgetränken




Läufer/innen können bei warmem Wetter in Training und Wettkampf ein bis zwei Liter Flüssigkeit pro Stunde verlieren.Untersuchungen haben gezeigt, dass ein Liter ausgeschwitzte Flüssigkeit die Herzfrequenz um acht Schläge pro Minute erhöht und damit die Leistungsfähigkeit beträchtlich senkt.

Breitensportler mit 12 km/h -->max. 1,2 l Schweiß, bei Frauen entspricht dies bereits etwa 4% und bei Männern ca. 3% ihres Gesamtkörperwassers (GKW).
Leistungssportler mit 18 km/h -->bis zu 1,8 l Schweiß, diese Menge entspricht ca. 3% des GKW

In erster Linie sind es vier Faktoren, die leistungsmindernd wirken können:
1. Der Verlust von Körperflüssigkeit (Dehydrierung),
2. ein niedriger Blutzuckerspiegel,
3. leere Glykogenspeicher,
4. die Aufnahmegeschwindigkeit der Flüssigkeit und der Inhaltsstoffe.

Um diesen Flüssigkeitsbedarf auszugleichen empfehlen Experten sogenannte isotonische Getränke. Isoton bedeutet, dass diese Getränke die gleiche Konzentration an gelösten Teilchen wie das Blut aufweisen. Sie ersetzen den Wasserverlust am schnellsten und sind insbesondere für sehr hohe Ausdauerbeanspruchungen geeignet.

Isotone Getränke können einerseits speziell hergestellte Sportgetränke sein jedoch können auch günstigere und natürlichere Fruchtsäfte in einer richtigen Mischung and die optimale Zusammensetzung eines isotonen Getränkes herankommen. Ein großer Vorteil ist auch dass die Wahrscheinlichkeit einer Verunreinigung bei natürlichen Säften und damit der Gefahr des Dopings im Gegensatz zu vielen Sportzusatzgetränken nahezu bei 0 liegt. (apropos: zur Hilfe hat das öst. Antidopingcomite eine Liste von getesteten Produktchargen von Sportgetränken herausgegeben die bei der Testung "dopingfrei" waren link: http://www.antidoping.at/doc/produktliste/liste_getesteter_produktchargen.pdf)


Die optimale Zusammensetzung eines Sportgetränkes sollte folgende sein:


Für "Aktionsgetränke", die während des Sports konsumiert werden, gilt:
Der Kohlenhydratanteil sollte 50-70 g/l betragen, um eine optimale Auffüllung der Energiereserven zu garantieren.
  • Das Getränk sollte viel Natrium (ca. 500 mg/l) enthalten, damit das Wasser im Körper gebunden und nicht gleich wieder ausgeschieden wird.

  • Auch Hydrogencarbonat sollte ausreichend vorhanden sein (ca. 1000 mg/l). Das ist sinnvoll zum Abpuffern von Milchsäure im Muskel

  • Der Magnesiumgehalt sollte etwa dem des Magnesiumverlustes durch das Schwitzen entsprechen (zwischen vier und 34 mg/l). Zuviel Magnesium wirkt sich eher negativ aus. Besser geeignet für die Magnesiumaufnahme ist die Vorbereitungsphase.
  • Der Kaliumgehalt sollte maximal den Verlust von Kalium durch das Schwitzen ersetzen (zwischen 121 und 225 mg/l). Auch Kalium sollte in der Vorbereitungsphase aufgenommen werden.

Getränke zur Regeneration sollten möglichst reich an Magnesium, Kalium und Kohlenhydraten sein.


Ich habe unterschiedliche (österreichischen Mineralwasser) verglichen und es hat sich gezeigt dass sich hier die Peterquelle (am besten möglichst ohne Kohlensäure) von den Inhaltsstoffen mit einem Fruchtsaft im Verhältnis (2:1 - 2 Teile Mineralwasser 1 Teil Fruchtsaft) mit einer kleinen Prise Salz (obwohl die Peterquelle eh schon sehr viel Natrium enthält) am besten eignet.

An dieser Stelle möchte ich meinem neuen Sponsor "Saftquelle" der Familie Trummer in Stegersbach ganz herzlich danken. Trummer Fruchsäfte stellt unterschiedliche Produkte ausschließlich aus natürlicher Herkunft aus der Region Südburgenland her. Die Saftquelle und der Xunde Xandl - natürliche Fruchtsäfte ohne Konservierungsstoffe, Farbstoffe, zugesetzte Vitamine oder künstliche Aromen - werden zu 100% aus sonnengereiften Früchten des Südburgenlandes hergestellt. Dank der "Saftquelle" ist unser Bedarf an Fruchtsäften jetzt für längere Zeit gedeckt und nachdem ihr euch vorstellen könnt, oder wisst, wie schwer es ist Firmen zu finden die Orientierungsläufer/innen unterstützen bin ich für diesen Sachsponsor sehr dankbar!




Für alle die sich für die traumhaften Fruchtsäfte aus Stegersbach interessieren hier der Link:





Schönen Tag noch und nicht aufs Trinken vergessen!


Sonntag, 27. April 2008

Schweden und Tiomila...OL kann Spaß machen

Die vergangene sonnige Woche in Schweden war ein richtiger Genuss. Zuerst verbrachte ich einige Tage in Södertelje bei Matthus Club und wurde wirklich rundum verwöhnt. Schon aufs erste OL-Training freute ich mich wie ein kleines Kind und es war eine richtige Freude mal wieder in schwedischem Gelände zu laufen und ich merke wie es mir jedes Mal etwas leichter fällt.


Am Samstag ging es dann zur Tiomila- wie immer ein tolles Erlebnis. Ich war etwas überrascht dass ich auf die letzte Strecke im ersten Team von meinem Club Järla IF OK gehen sollte, liefen diesmal ja auch Elin A Skantze und Linnea Längberg, die jedoch auf die erste und zweite Strecke gehen sollten. Jedoch versuchte ich mich gut auf die Herausforderung der längsten und ungegabelten Strecke einzustellen.


Der Beginn unseres Teams war ertwartet gut...Elin übergab als 2. Linnea konnte lange ganz vorne bleiben übergab dann aber als 43., Maria konnte auf der kurzen ungegabelten Strecke gut mithalten und übergab als 26., Malin mir wieder als 43.


Meine Vorstellungen und auch meine Einstellung gegenüber diesem Rennen entsprachen aber leider nicht ganz der Realität. Malin übergab mir mit einem ziemlichen Loch nach hinten. Zwar sah ich am Weg zum ersten Posten noch eine Läuferin weit vor mir dann aber niemanden mehr. Nachdem diese Läuferin dann bei meinem Ablaufpunkt zum ersten Posten in eine mir unerklärliche Richtung verschwand war ich nach dem ersten Posten entgültig ganz allein. Zu diesem Zeitpunkt wurde ich erstmals etwas nervös und nachdem ich zum zweiten Posten einen kleinen Fehler machte hatte ich das kurz das Gefühl völlig falsch zu sein nachdem auch hier keiner kam. Danach stellte ich mich ganz gut darauf ein allein laufen zu müssen und obwohl ich ein paar Mal 1-2 Läuferinnen sah die sich immer wieder nach ein, zwei Posten verteilten konnte ich leider nie in einer Gruppe laufen (die einzige Gruppe war eine Person hinter mir, die mir ab dem 2. Posten auf Schritt und Tritt folgte), so ging es bis zum Überlaufposten eigentlich ganz gut (aber eher kontrolliert und nicht so schnell) und ich verlor nur ein paar Plätze (wie ich aber erst nachher erfuhr- mein Gefühl war eher nicht so gut). Gerade als ich beim Ziel vorbei lief spurteten die ersten Damen um die vorderen Plätze und Stora Tuna gewann vor Södertelje-Nykvarn und Baekkelaget.

Auf den wenigen Posten danach machte ich dann noch 2 kleine Fehler, wo mich dann entgültig der von hinten kommende "Bus" mit mindestens 15-20 Leuten einholte. Die folgenden Posten liefen wir in deutlich schnellerem Tempo als ich zuvor, was jedoch physisch kein Problem war. Leider nahm ich zum vorvorletzten Posten die schlechteste von 3 Routen und musste mich am Posten zusammen mit ein paar anderen eher am Ende des "Busses" wieder einreihen...so verlor ich unnötig noch einige Plätze die sich auch im Zielsprint nicht mehr gutmachen ließen.

Im Großen und Ganzen muss ich sagen dass ich vorallem dadurch, dass ich fast den ganzen Lauf allein absolvieren musste ganz zufrieden bin und für das Team konnten wir uns mit Platz 64 den besten Platz für Järla bei einer Damenstaffel jemals sichern und nachdem wir 5 Läuferinnen mit einem Altersdurchschnitt von 20 Jahren sicherlich zu den Jüngeren zälhen (ja ich liege klar über dem Schnitt :o) lässt sich das mit der Zeit und jedes Jahr ein bisschen mehr "Schwedenerfahrung" für mich sicherlich noch steigern :o)







In der Nacht folgte dann noch ein spannendes, schnelles Männerrennen und wenigstens ein paar Stunden Schlaf für mich. Im Ziel siegte dann Kristiansand vor Halden und Matthias' Team Södertelje Nykvarn. Unser erstes Team von Järla belegt den guten Platz 34.



Zurück in Wien scheint gottseidank auch die Sonne und der Frühling ist eingekehrt - ich hoffe es bleibt so :o)

Ps: Ergebnisse der Tiomila gibt es unter http://www.10mila.se/2008/resultat/. Leider sind bei den Streckenergebnissen der letzten Strecke die Ergebnisse der im Massenstart Gestarteten (verkürzte Strecke) und derer die die ganze Strecke absolvierten in einem File und etwas verwirrend. Streckenbestzeiten waren jene von Heli Jukola und David Andersson.

Dienstag, 22. April 2008

Step by step...

Moravian Open Championships, erster Qualilauf für die WM in Tschechien und Trainingslager



Die letzten zwei Wochenenden nutzte ich um voll ins OL-Geschehen einzusteigen...
Die Moravian Open Championships in Tschechien letztes Wochenende nähe Olomouc waren super organisiert und international sehr stark besetzt: Eine optimale Gelegenheit wieder in den "OL" zurückzufinden und vorallem wieder etwas Wettkampfpraxis zu bekommen. Sehr positiv stimmte mich, dass mein Fuß nun wirklich immer mehr "zu halten" scheint und ich war mit meinen Läufen im Großen und Ganzen zufrieden, da ich keine großen Fehler machte, doch merkte ich dass ich doch noch recht viel Zeit mit dem Orientieren verliere und das Zusammenspiel von laufen und orientieren noch nicht ganz so gut funktioniert aber trotzdem: one step up.
Nach einer arbeitsreichen Woche ging es dann dieses Wochenende wieder nach Tschechien, wo der erste von 4 Qualiläufen für die Weltmeisterschaft in CZE in Juli stattfand. Wir starteten in der Damen-45 Kategorie der tschechischen Ultralangmeisterschaft, da die Streckenlänge von 8,6km für den Beginn eines Traininglagers auszureichen schien, während die Damenelitestrecke 16km lang war (nachdem mir im moment kein scanner zur Verfügung findet ihr anbei zur Demo des Geländes nur die Karte mit der Damenelitestrecke)

Sehr erfreulich war, dass diesmal wahrscheinlich erstmals seit langer Zeit mehr Damen als Herren an einem österreichischen Qualilauf und Trainingslager teilnahmen -erste Auswirkungen eines eigenen Damenteams?!
Für mich persönlich zeigte der Qualilauf leider, dass das mit dem Umsetzen meiner technischen und physischen Vorsätze bei wichtigeren Wettkämpfen unter Druck noch nicht so funktioniert. Obwohl ich keine riesigen Fehler machte führten unzählige Fehler um eine Minute zu einem recht frustrierenden Wettkampf. Auch physisch merkte ich, dass ich nach allen Wettkämpfen der letzten Wochen, vor den nächsten Qualiläufen (gottseidank kommen ja noch 3 :o) vielleicht auch wieder etwas mehr auf meine Regeneration achten sollte - one step back.
Die letzten 3 Tage folgte noch ein sehr ansprechendes Trainingslager im Raum Prostejov- Boskovice mit vielen motivierenden Trainings - hopefully one step up.

Heute erfolgt für mich in Tschechien heute einmal ein Regenerationstag, der vor allem meinem durch die Steine wieder leicht beleidigten Fuß gut tun wird, bevor es heute nachmittag nach Schweden geht.

Die nächsten zwei Wochen steht eher lockeres Training in Schweden, eine hoffentlich erlebnisreiche Tiomila und eine weitere Arbeits- und Uniwoche an bevor es ab Donnerstag dem 1.5. zu den weiteren Qualiläufen in Schöckelgebiet bei Graz geht.

Im Mai werde ich übrigens auch noch bei der EM in Lettland starten...bis dort hin brauchts aber noch ein paar steps up :o)

Mittwoch, 9. April 2008

Rückblick und Ausblick

Erste Erfahrungen in einem Damenkader, das schnellste Gelände ever und eine schwierige Entscheidung...

Viel hat sich getan in den letzten Wochen und wie es so ist wenn sich viel tut- es bleibt wenig Zeit zu schreiben.

In den Osterferien nahm ich an einem ansprechenden TL des österreichischen Nationalteams in Ungarn teil - das erste Mal ein Trainingslager mit unserer Damenbetreuerin Gunnel - für mich seit 6 Jahren im Junioren- und Elitekader das erste Mal überhaupt mit einer Damenbetreuerin und einer Dame als Betreuerin. Und für alle Herren die es immer noch nicht glauben- Frauen als Trainerinnen (speziell für Frauen) sind eine ganz clevere Idee (leider oft schwer zu finden) - ich (und ich denke das gesamte Team) war und bin jedenfalls beigestert.

Es folgten ein paar trainingsreiche Wochen und letztes Wochenende ein erster Trainingswettkampf in der Slowakei - wo regelrecht die Post abging. Am ersten Tag bei der Middle lief ich noch etwas verhalten machte keine Fehler aber bemerkte erst kurz vorm Ziel dass man in so einem Wald noch viiiiel schneller laufen kann. Die Damenelitesiegerin Katarina Labasova lief ca. einen 4.40er Schnitt pro Kilometer. Ich verlor einige Minuten- technisch war ich jedoch recht zufrieden.



Am Sonntag gelang es mir schon viel besser schnell zu laufen - diesmal war es aber um einiges schwieriger. Ich machte zwei Fehler von ca. 1,5min, jedoch hatten die anderen auch teilweise Schwierigkeiten und ich finishte als 4. mit nicht viel mehr Rückstand als am Vortag und war für meine noch sehr rare Wettkampfpraxis recht zufrieden.




Gerade an diesem Wochenende kam ich wieder auf den Geschmack OL zu machen jedoch merkte ich auch dass nach meiner verletzungsbedingten langen OL Pause vor allem technisch-mental einiges noch nicht ganz klappt. Deshalb entschied ich mich auf die Ultralangmeisterschaft in Bad Fischau zu verzichten und stattdessen die Chance von einem Vorbereitungswochenende in Tschechien zu nutzen. Von einigen Österreichern begleitet werde ich dort diese Woche an 3 Wettkämpfen teilnehmen (Sprint, Lang, Staffel) und ich freu mich sehr darauf. Manchmal muss man eben das tun, was man selbst für am Besten hält ...etwas was ich noch lernen muss.

Was sich sonst noch tut:

In meinem außerolerischen Leben hab ich mich (für alle die die Karten und Zeiten weniger interessieren - und trotzdem hier mal vorbeischauen) wieder recht gut im Unileben eingewöhnt - in Sport das erste Semester im Masterstudium bei Psychologie mittendrin hatte ich dieses Semester endlich wiedermal die Ehre viele Übungen besuchen zu können - was jedoch viel Einteilung erfordert. Neben meinem noch immer währenden Job bei Prof. Weiß in der Sportsoziologie widme ich mich dieses Semester in ca. 20Wochenstunden Praxis speziell der Leistungsdiagnostik, dem Erstellen psychologischer Gutachten, der klinisch-psychologischen Gesprächsführung, dem Training im Kindes- und Jugendalter, parapsychologischen Phänomenen, sportpsychologischen Interventionsmethoden und praktische Anwendungen in der Wirtschaftspsychologie - die Vielfältigkeit meiner 2 Studien hält mich auf Trapp :o) und ich bin schon neugierig inwieweit mich die Fächer nach diesem Semester noch immer so interessieren wie jetzt im Moment- man wird sehen...